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| ©Sarah-Maria |
„Schneid‘ dir ab den alten Zopf – schneid‘ dir einen Bubikopf“, hieß es in einem Werbeslogan der Zwanziger Jahre. Denn was die englische Tänzerin Irene Castle 1915 vormachte, wurde bald vom verruchten Skandal zum modischen Must-Have. Auch die Pariser Modeikone Coco Chanel erkannte schnell die modische Sprengkraft der Kurzhaarfrisur und machte sie salonfähig. Heinrich Mann schrieb: „Kurze Haare durften nicht ausbleiben, nachdem die Figur der Dame knabenhaft geworden war. Hievon abgesehen läßt es sich damit besser sowohl tanzen und Sport treiben wie auch in Fabriken arbeiten.“ Und bermerkte abschließend: „Den Männern gefällt die kurze Haartracht, aber sie sind nicht gefragt worden.“
Quellen:
Bienert, M./Buchholz E. L.: Die Zwanziger Jahre in Berlin: ein Wegweiser durch die Stadt. Berlin: Berlin Story Verlag, 2006.
Bild:
Christian Schad: Sonja. 1928. Öl auf Leinwand. In: Neue Nationalgallerie Berlin.
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