Dienstag, 6. Dezember 2011

buddel-peter

©Sarah-Maria
Noch bis ins 19. Jhd. hinein waren Parkanlagen ausschließlich den Adeligen vorbehalten und waren stets Teil eines privaten Anwesens. Doch Peter Joseph Lenné (1789-1866) hatte nicht vor es dabei zu belassen. Er war seinerzeit einer der berühmtesten Landschaftsgärtner überhaupt. Schon mit 26 Jahren wurde er Gartengeselle im Schloss Sanssouci und übernahm dort einige Jahre später das Zepter. Unter seiner Regie wurden die höfischen Gartenanlagen so wie wir sie heute kennen umgestaltet. Auf sein Konto geht außerdem - unter diversen anderen bekannten Anlagen - der Park Bellevue und der Park Schloss Charlottenburg.

Lenné arbeitete bereits 1818 ein Konzept aus, das den Großen Tiergarten (Berlin) in einen öffentlichen Erholungspark verwandeln sollte. Jedoch dauerte es noch einige Jahre bis er seine bürgernahe Grünanlage schließlich umsetzten konnte und Magdeburg kam den Berlinern in Sachen Volkspark zuvor, aber 1833 war es schließlich so weit: Lenné wurde damit beauftragt den ersten Volkspark Berlins zu gestalten.

Dies gelang ihm mit einem solchen Erfolg, dass in Berlin bereits kurze Zeit später diverse weitere öffentliche Park- und Grünanlagen folgten -  in den meisten Fällen übrigens ebenfalls unter Lennés Fuchtel. Insgesamt hat er mehrere hundert Anlagen entworfen. Kein Wunder also, dass er von den Berlinern „Buddel-Peter“ genannt wurde.

Quellen:
Fischer, P.: Er prägte das Gesicht Berlins. Der Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné http://www.luise-berlin.de/bms/bmstxt99/9909porb.htm (abgerufen am 06. Juni 2011).
Galli, M.: Berlin, die Kunststadt. München: Bucher, 2009.

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