| ©Sarah-Maria |
Zum Wochenende mal eine wahre Pionierarbeit der modischen Selbstbestimmung:
Am Montag, den 8. Februar 1971 wehte ein frischer Wind durch die Kasernen der Bundeswehr. Denn ab sofort durften die Soldaten ihre Haare tragen wie sie wollten. Ob lang, ob kurz - es war egal. Nur gepflegt mussten sie sein und zudem während des Dienstes unter einem Haarnetz verschwinden. „German Hair Force“ spottete das Ausland, doch Bundeskanzler Willy Brand und sein Verteidigungsminister Helmut Schmidt hielten an dem liberalen Kurs fest. Die Bundeswehr rüstete 740.000 Haarnetze nach und die Friseure vor den Kasernentoren mussten teilweise Konkurs anmelden.
Doch im Mai 1972 war schon wieder Schluss mit Lustig. Die Bundesregierung machte eine Kehrtwende: die Soldaten seien aufgrund nasser Haare zu oft erkältet. Die Scheren wurden wieder vorgekramt und kein Haar durfte mehr den Hemdskragen berühren. Helmut Schmidt kassierte für die Aktion den "Orden wider den tierischen Ernst".
Ganz offensichtlich sind Soldatinnen da resistenter gegen Erkältungserkrankungen, denn sie wurde ja bisher nicht via Befehl kahlgeschoren..... ;)
Quellen:
WDR: Vor 40 Jahren: Haarnetz-Erlass für die Bundeswehr. http://www.wdr.de/themen/kultur/stichtag/2011/02/08.jhtml (abgerufen am 07. Juni 2011).
kann es sein das FRAU eher bereit ist einen Föhn zu nutzen??
AntwortenLöschenLG vom katerchen
http://katerchen.designblog.de
:D Ja, das könnte natürlich der Grund sein.... ;) Oder aber, dass Selbstbestimmung und individuelle Haarespracht nicht so ganz mit Gehorsam und Unterordnung zusammen passen.... Ich schätze, dass die heute pinke Haare bei Frauen nicht dulden würden, wohl aber einen Standard-Soldatin-Pferdeschwanz....
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