Hier
im Blog war es in den letzten Tagen recht still. Denn ich war für einige Tage
in Berlin und bin dort ins Kunst- und Kulturleben getaucht. Meine Berichte zu
den drei gesehen Opern habe ich schon auf meinem Opernblog online gestellt: L’Elisir d’Amore,
Tristan und Isolde & Das bronzene Pferd. Nun sollen hier noch neben diesem
Post zur Premiere am letzten Samstag im Maxim Gorki Theater „Zeit zu lieben,
Zeit zu sterben“, noch meine Eindrücke zu den neuen Sonderausstellungen im
Pergamonmuseum folgen.
Das
Stück, „Zeit zu lieben, Zeit zu sterben“ (Fritz Kater) beinhaltet drei Teile: Zunächst
das Leben als Teenie in der DDR. Im zweiten Teil geht es um eine Familie,
dessen Vater über die Grenze geflohen ist und die Verbliebenen nun diversen
Repressalien ausgesetzt sind: der Sohn bekommt z.B. keinen Studienplatz. Der dritte
Teil spielt nach der Wende: Mit Ernüchterung stellen die Protagonisten fest,
dass sich ihre Wünsche und Träume von der Freiheit nicht ad hoc erfüllen.
Das
Stück begann ein wenig schwerfällig, da es anfänglich keine festen Rollen gab. Die
Schauspieler switchten in den Rollen in und her. Na ja – und der Text war an
der Grenze zu albern. Denn das Wort „ficken“ wurde dermaßen inflationär
gebraucht, dass man gedacht hat: „Ja, ja is‘ ja gut, wir ham’s kapiert! Hier
wird „in cool“ gesprochen“.
Na
ja. Jedenfalls war der II. und III. Teil um Dimensionen besser! Und der Abend
hat sich daher in jedem Fall gelohnt! Das Leben spielte sich auf einer
Drehbühne ab, die niemals stillstand und den Protagonisten den
Handlungsspielraum nahm, den eine Diktatur mit sich bringt. Es gab viel Witz,
Komik und eindringliche Dialoge, Hilflosigkeit gepaart mit Alltagssorgen und
den üblichen Fragen auf dem Weg zum Erwachsensein. Verbaute Zukunftschancen
durch „Kleinigkeiten“ oder eben Angehörige, die sich aus dem Staub gemacht
haben. Resignation und „Bloß nicht auffallen“ Parolen, aber auch heldenhafte
Rebellion, die vom „Held“ ganz und gar nicht heldenhaft wahrgenommen wurde, sondern
ihn verzweifeln ließ. Gespielt wurde dies alles von einem wunderbaren Ensemble
und in grandioser Regie (Antú Romero Nunes). Definitiv sehenswert!
Dazu
gab es wunderbare Live-Musik von „marie & the redCat“. Diese Band sollte
man sich unbedingt merken! Daher habe ich mal einen Clip für
euch rausgesucht:
Die nächsten Vorstellungen sind am 04.04. und
12.04. Die Karten kosten zwischen 10 und 34 EUR.

Hallo Sarah-Maria,
AntwortenLöschenOper ist leider nicht mein Ding. Die ganzen Stimmlagen klingen mir zu fremd, ich stehe halt mehr auf modernere Musik - Pink Floyd, Rockmusik und was du alles in meinem Blog dazu findest. Ins Theater gehe ich gerne, aber da finde ich kaum jemanden, der mit mir einmal ins Theater geht. Zu deinem Blog zu Hausbesetzern: ich weiß nicht, ob du gesehen hast, dass ich zur Gerling-City mitsamt Hausbesetzungen in Köln genauso etwas geschrieben habe (Blog vom 9. März). Falls nicht schon gemacht - wäre schön, wenn du es durchlesen könntest.
Schönen Tag
Dieter
Hallo du Liebe, tolle Musik. Wo kommen nur auf einmal all die Sängerinnen her, mit ihren grandiosen Stimmen??!!!
AntwortenLöschen♥lichst Rosine
Hallo ihr zwei. Erstmal vielen Dank für eure Kommentare und @Dieter: als ich in Berlin war, konnte ich leider nicht alles verfolgen, aber das hole ich heute abend noch nach! :)
AntwortenLöschenJa, eine Klasse Singstimme, finde ich auch. Danke, Sarah-Maria.
AntwortenLöschenDas Thema war ja ganz aktuell...
..obwohl oft auch Themen von alten Stücken für die heutige Zeit passen.
Liebe Grüße von Zaunwinde
danke für deine Info. Ach - Berlin hat so viel zu bieten (träum). Danke für deine Info und die Gute-Laune-Musik :-)
AntwortenLöschenlieber Gruß von Heidi-Trollspecht
Lieben Dank für Deine Zeilen. Du schreibst hier immer ganz interessant und hintergründig. Ich les ganz oft bei Dir und fühl mich nicht selten angesprochen von Deinen Inspirationen. DANKE
AntwortenLöschenLiebe Rosaliegrüße und ein wunderschönes Wochenende ∙∙♥♥∙∙
Schöööner Blog :)
AntwortenLöschenSchau' doch auch mal bei mir vorbei.
Laura ♥