Der Unternehmer Rudolph Hertzog, Gründervater eines ganzen
Kaufhausimperiums, war der erste Autobesitzer in ganz Berlin. 1892 legte
er sich einen Benz zu. Angesichts dessen sah sich Kaiser Wilhelm II. im
Zugzwang und schaffte sich kurzerhand auch einen an.
Doch der Kaiser musste bald feststellen, dass er fortan die Nummer
zwei bleiben musste, denn die Hertzogs fuhren ihren Wagen mit dem
Kennzeichen IA – 1. Da half auch kein Verfahren des Hofes gegen die
Unternehmerfamilie: das Gericht beschloss, dass der Kaiser sich mit der
Nummer zwei auf seinem Kennzeichen zufrieden geben musste.
In der Berliner Brüderstraße 26 war übrigens eines der Hertzog'schen Kaufhäuser. Es wurde 1908/09 von dem Unternehmen erbaut und war nur eines von vielen. Der Hauptsitz der Kaufhauskette nahm damals fast das ganze Gebiet zwischen Brüderstraße, Neumannsgasse, Breite Straße und Scharrenstraße ein. Das Familienunternehmen wurde unter der DDR-Herrschaft enteignet und das Kaufhaus verstaatlicht. Derzeit steht das Gebäude leer - die anderen Gebäudeteile des Hauptsitzes wurden zum größten Teil abgerissen.
Quellen:
Magnet für Modemacher. In: Spiegel, (1/1993). S. 132-136.
Edition Luisenstadt: Warenhaus Rudolph Hertzog. http://www.luise-berlin.de/lexikon/mitte/w/warenhaus_rudolph_hertzog.htm (abgerufen am 10. Mai 2011)
Magnet für Modemacher. In: Spiegel, (1/1993). S. 132-136.
Edition Luisenstadt: Warenhaus Rudolph Hertzog. http://www.luise-berlin.de/lexikon/mitte/w/warenhaus_rudolph_hertzog.htm (abgerufen am 10. Mai 2011)

Das ist schon erstaunlich für die damalige Zeit, dass der König nicht die Macht hatte die Nr.1 zu sein :))
AntwortenLöschen♥lichst Zaunwinde
hallo sarah-maria! schön, dass du mich auf meinem blog besucht hast! bei dir ist ja sehr interessant, werde mich auch bei dir eintragen!
AntwortenLöschendu lebst jetzt in berlin? ist doch bestimmt keine schlechte alternative zu frankfurt, oder?
ich war in berlin noch nicht, hoffe aber, irgendwann auch dort mal zu stöbern nach schönen häusern und plätzen und wasser ...:) einen schönen sonntag und viele grüße, dornrös*chen!
ich finde es immer richtig spannend zu lesen was in den leer stehenden oder abgerissenen Gebäuden mal stattgefunden hat - gelebt wurde.
AntwortenLöschenDein Foto dazu gefällt mich auch wieder.
lieber Gruß von Heidi-Trollspecht
So ist früher auch schon gewesen, wer das Geld hat kann auch Bestimmer sein.
AntwortenLöschenSchade, dass so ein großes Haus sich selbst überlassen wird. Lieber wird auf der grünen Wiese neu gebaut und die Innenstadt verwaist.
Wie immer interessant Dein Bericht.
Die Pusteblumen machen dem Allergiker nichts,das sind ja schon die Samen mit Schirmchen dran, damit sie weit mit dem Wind fliegen, aber der Graspollen hat es in sich,
liebe Grüße Ulrike
Toller Bericht, Sarah-Maria! Das ist ja eine wirklich lustige Geschichte, die habe ich eben laut vorgelesen und wir haben mit meinem Freund sehr darüber gelacht!
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