1939 flatterte ein Rundschreiben der besonderen Art über die Berliner Schreibtische: Gestapo-Chef Reinhard Heydrich suchte nach „Frauen und Mädchen, die intelligent, mehrsprachig, nationalistisch gesinnt und ferner mannstoll sind.“ Ausgewählt wurden schließlich 20 junge Damen, die ihren Arbeitsplatz fortan im Edel-Bordell Salon Kitty, in der Berliner Giesebrechtstraße 11, hatten.
Doch bevor die Damen an die Arbeit geschickt wurden, ließ man in allen Zimmern Mikrophone installieren. Denn man erhoffte sich delikate Geständnisse von Diplomaten, Parteifunktionären und Co.
Der Erflog war jedoch eher mäßig.
Dies dürfte vor allem der Tatsache geschuldet gewesen sein, dass der Lauschangriff nicht ganz so geheim war wie gewünscht und daher so ziemlich allen Gästen durchaus bekannt war. Und zum anderen blockierten die Herren der Gestapo-Spitze, darunter auch Reinhard Heydrich himself, die „mannstollen“ Spioninnen durchaus auch öfter mal selbst.
Quellen:
Hüttl, T.: Wie in ein Nazi-Bordell das echte Leben einzog. In: taz, (11.05.2005).
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Das haben die Leute von der Stasi in Leipzig zur Messe auch getan, dort hat man Studentinnen eingesetzt, so sagte man jedenfalls.
AntwortenLöschenAber zu allen Zeiten, denke ich hat man dieses Gewerbe für die Spionage ausgenutzt, schöner Beitrag.
Vielen Dank für Deinen Kommentare unter meine Bilder,
ich wünsche Dir einen schönen Sonntag, liebe Grüße Ulrike
Danke für deinen Kommentar :)
AntwortenLöschenUnd jaa, Latein ist schrecklich, ich kanns wirklich verstehen...
Liebe Grüße ♥
Ganz schön erschreckend ...
AntwortenLöschenViele liebe Grüße
Kristina
wieder interessant zu lesen - und immer wieder unglaublich was es alles gab und gibt ...
AntwortenLöschenDas Foto gefällt mir sehr.
Lieber Sonntagabendgruß von Heidi-Trollspecht
... ich bin der Zeit gedanklich einen Tag voraus *g*
AntwortenLöschenWas für ein Widerspruch, wie so vieles aus dieser Zeit...einerseits:"eine deutsche Frau raucht nicht"....und dann solche Stellen-Ausschreibungen. Ein interessanter Beitrag wieder, vielen Dank Sarah-Maria.
AntwortenLöschen♥lichst Zaunwinde
Die Waffen der Frauen bzw die Schwäche der Männer wusste man schon zu biblischen Zeiten zu nutzen. So haben die Philister Samson (auch: Simson) nur mithilfe einer Frau - Delila - dazu gebracht, das Geheimnis seiner Stärke zu verraten. Letztlich ist das übrigens auch damals nicht sonderlich gut für die Philister ausgegangen.
AntwortenLöschenUnd auch der Sovjet hat sich, wie man es in Agentenfilmen über den kalten Krieg immer wieder sieht, fleißig der Schönheiten aus den Weiten Sibiriens bedient, um damit Freund und Feind auszuhorchen. Ob mit mehr oder weniger Erfolg als Heydrich & co, kann ich allerdings nicht beurteilen.
wunderberarer kommentar! Danke ♥
AntwortenLöschenDer "Schönheit" haben sich wohl schon Herrscher seit Menschengedenken bedient, um ihre Macht zu sichern. Das die Nazis dies auch getan haben, wusste ich noch nicht, wundert mich aber auch nicht.
AntwortenLöschenDankeschön für diesen schönen Beitrag!
Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag. :-)
LG
Ute
Immer, wenn ich mein Allgemeinwissen erweitern möchte, komme ich nun auf deinen Blog.
AntwortenLöschenIch bin gespannt auf Weiteres.
Das, was du schreibst, ist unheimlich interessant und für mich Neuland.
Alles Liebe,
Marlene